Geschenke und Taktik der verbrannten Erde

Hier hinein gehört alles was man über das Projekt diskutieren kann und welche nicht in die anderen Diskussionsbereiche passen
Zel
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Beitrag von Zel » Mittwoch 28. November 2007, 11:27

Wie wäre es wenn man die max. Anzahl an Gebäuden die pro Runde abgerissen werden können limitiert? Damit kann man zwar die Taktik der verbrannten Erde durchaus anwenden, aber sie ist in ihrer Effektivität etwas eingeschränkt.

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Sir Pustekuchen
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Beitrag von Sir Pustekuchen » Mittwoch 28. November 2007, 12:07

Okay, da melde ich mich hier auch mal kurz zu Wort. Alle Ideen, wie z.B. das längere Speichern der abgerissenen Gebäude bzw. die Limitierung der Anzahl der abzureißenden Gebäude finde ich nicht gut. Schließlich hat das Abreißen auch so seine Vorteile, z.B. im schnelleren Gebäudeausbau.

Doch eine Idee von Zel fand ich richtig gut:
Man könnte ja einen Blockade Modus einführen, solange gegnerische Schiffe im Orbit sind, kann man der Kolonie nix mehr befehlen (Bauliste wird weitergebaut, aber man kann nichts verändern).
Schließlich gibt es schon Blockadeschiffe in BotE. Primär sollten diese eigentlich nur den Handel in einem gegnerischen System verhindern, sobald sie in einem Kriegsfall im System stationiert werden. Dies würde bedeuten, jedliche Handelsroute erwirtschaftet keine Credits mehr, es ist nicht möglich Tätigkeiten an der Börse aus dem System heraus vorzunehmen, sowie im Stellaren Lager und der Diplomatie Ressourcen aus und in das System zu transferieren. Dadurch kann man einen Gegner auch ordentlich schwächen. Laut Zels Idee könnte man diesen Blockadeschiffen noch die zusätzliche Eigenschaft zusprechen, dass das Abreißen der Gebäude in einem System verhindert wird. Bauen sollte der Besitzer schon noch können, sonst wären die Auswirkungen zu krass. Mit dieser Möglichkeit kann nämlich der Angreifer taktischer vorgehen. Sobald er bei seinem Angriff ein Blockadeschiff mitbringt, kann er auch sicher sein, dass der Verteidiger nicht die Strategie der verbrannten Erde anwenden kann. Damit ist allen geholfen. Es werden keine zusätzlichen Restriktionen eingeführt und doch die Taktik gefördert.

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Malle
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Beitrag von Malle » Mittwoch 28. November 2007, 18:16

als "Erklärung" könnte dienen, dass so ein Blockadeschiff gegnerische Truppen, die die Anlagen abreißen/sprengen wollen, per "Unterdrückungsfeuer" wie in Panzergeneral 2 dran gehindert werden, ihren Auftrag auszuführen.

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Luther Sloan
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Beitrag von Luther Sloan » Donnerstag 29. November 2007, 00:49

Wobei so ein "suppression fire" natürlich die entsprechende Anlage gleich mit plätten würde... :wink:


Dass eine Blockade automatisch einen Kommunikations-/Einflussverlust auf eine Kolonie bedeutet, gefällt mir nicht zu sehr. Immerhin weiß die Verwaltung vor Ort, was ihre Aufgaben sind und es werden wohl Direktiven bestehen, was in welchem Fall zu tun ist (Ausbau, weitere Bauten, Energieumleiten, Austausch der Bauaufträge,...). Das setzt natürlich einen völligen Kommunikations-Blackout voraus, der aber sicher vermieden werden kann. Zumal wenn der Planet noch eine halbwegs intakte Verteidigung hat, die den Gegner noch auf Abstand hält, sollte teilweise ugestörte Kommunikation möglich sein. So automatisch abgeschnitten muss das nicht unbedingt sein.
Gegen die Handelsblockade spricht ja nichts - das leuchtet ein.

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Beitrag von Malle » Donnerstag 29. November 2007, 10:07

nein, plätten tut das die anlage nicht automatisch. Das ist wie Artilleriefeuer, das um das Gebäude rundrum jeden Zugang unmöglich macht, auch über Tunnel, die mit Hohlraumtorpedos (weiterentwickelte Hohlraumgeschosse, siehe Wikipedia) zum Einsturz gebracht werden. Ein Blockadeschiff verfügt dann über einen (stark) verstärkten Kraftfeldgenerator, der eine "Glocke" jeweils um die Gebäude legt, welche jeden Kommunikationsstrahl abfängt. Man könnte sich überlegen, dass ein Blockadeschiff etwa 25 Gebäude so am Leben erhalten kann. Die 25 verteilen sich per Zufall oder gleichmäßig.

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Beitrag von Orco » Donnerstag 29. November 2007, 11:50

ich weiss nicht.

Das ist hier nicht nur eine stadt die blockiert werden soll, oder ein planet. Hier wird von einem ganzen sternensystem gesprochen. Sowas zu kontrollieren oder zu blokieren würde einen enormen aufwand an schiffen und personal bedeuten. Um alleine den zugang und die flucht aus dem system zu kontrollieren.
Jetzt auchoch die oberfläche von jedem planeten zu überwachen.... Die gebäude im managerbereich stellen ja mehrere komlexe dar nicht nur so ein kleines gebäude. Oder glaubt ihr auf der erde stehen nur 20 fabriken? Und wenn man jetzt noch sowas wie ein bunkernetzwerk sich dabei denkt. Oder die Ocmpa die alles unterirdisch haben.....

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Beitrag von Malle » Donnerstag 29. November 2007, 12:01

deshalb hatte ich ja die Idee, dass sich ne Bevölkerung sofort abspaltet, wenn die Gebäude gesprengt werden sollen. Und wenn zu viele Truppen noch da sind, wird die Moral schlagartig auf 0 reduziert und Truppen gehen pro Runde durch Straßenkämpfe verloren bis der Planet unabh. wird. Danach kann man das Planetensystem erobern oder diplomatisch "gewinnen" (falls das mal implementiert) und bekommt zufallsabh. Gebäudeverteilungen wie bei Minors. Dies soll den direkten Wiederaufbauwillen der ges. Bevölkerung demonstrieren und verhindert, dass jemand tabula rasa macht.

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Beitrag von Orco » Donnerstag 29. November 2007, 13:04

auf den hintergrund zielte ja meine idee auch ab. das die bevölkerung solche aktionen blokieren würde.

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Beitrag von Luther Sloan » Donnerstag 29. November 2007, 22:23

Alles ein wenig aufwändig... :wink:

Ich fände auch, dass eine solche Blockade, solange man nicht sehr viele Schiffe einsetzt, "löchrig" sein sollte.

Es erscheint mir auch nicht zwangsläufig so, dass verteidigende Truppen unbedingt bei der Abwehr feindlicher Truppen kontinuierlich die Moral abwärtsziehen, bis hin zur Rebellion/Abspaltung.
Ich verstehe schon, was du meinst, dass die Zerstörungen der Heimat, die Kämpfe, etc. eine solche Belastung für das Volk darstellen, dass sie für Frieden auch solche Schritte in Erwägung ziehen. Aber genauso ist es denkbar, dass Patriotismus, kombiniert mit entsprechender Propaganda und Überwachung durch Geheimdienstoffiziere, etc. auch eine andere, die Verteidigung stärkende Wirkung haben können.

Na, den Rest kann ich mir wohl sparen.... :wink:

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Beitrag von Malle » Donnerstag 29. November 2007, 23:16

Luther, ich meinte nicht bei Verteidigung gegen andere Truppen, sondern direkt nach dem Abriss lebenswichtiger Gebäude. Da werden die Truppen im Kampf gegen die eigene Bevölkerung aufgerieben, bis die Abspaltung erfolgt.

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Beitrag von Luther Sloan » Freitag 30. November 2007, 10:44

Ich dachte, dass hätte ich in meiner Antwort mitberücksichtigt... ? :)

Fällt bei mir jedenfalls ebenfalls in die gleiche Kategorie, da ich das zwar durchaus nachvollziehen kann, aber es mir nicht sehr gefällt. Aber ich werde mich dem nicht entgegenstellen und einfach versuchen, diesen Fall nie eintreten zu lassen.

Solche Unruhen, faktisch Rebellionen, sind nicht so mein Ding, wenn auch plausibel. Ich wollte halt auch nur die andere Möglichkeit des fanatischen Widerstands und der Opferbereitschaft aufzeigen. Eventuell wäre das auch eine Frage der Rassenspezifität. Für einen Khayrin wäre es unehrenhaft, dem Feind die Übernahme von Anlagen zu gestatten - er würde - pauschal gesprochen - lieber alles zerstören. Natürlich gilt das nur für den Teil der "Krieger"-Kaste, wenn man so sagen will. Nicht alle Khayrin sind ja Krieger.. :wink:

Cartarer wären evtl. auch so indoktriniert, dass die Bedürfnisse des Staates Vorrang vor privatem Besitz/Wohlbefinden haben und würden das sehr lange akzeptieren. Rotharianer ebenso.

Konföderation und Hanuhr stünden dagegen eher auf einem Blatt, wobei die Konföd teilweise da schon entsprechenden Durchhaltewillen, Opferbereitschaft, etc. zeigen könnte, aber wohl nicht immer wird.
Hanuhr - nun, das ist wohl klar... :wink:

Minors (auch integrierte) lassen wir mal außen vor, das würde nicht mehr handhabbar.

Aber ich nehme an, dass das zu komplex wäre, um das so zu berücksichtigen und wie man im Detail die Durchhaltewerte ermittelt, was Puste ggf. wohl auf diese Weise tun würde, wäre noch eine komplizierte Frage.

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Beitrag von Malle » Freitag 30. November 2007, 13:02

es geht ja auch in erster Linie um die Farmen. Keiner wird sich und seine Family lieber tothungern lassen, da könnten die ja gleich Suizid begehen, ginge schneller, oder?

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Beitrag von Luther Sloan » Freitag 30. November 2007, 13:23

Okay, da ging die Diskussion wohl etwas weiter als beabsichtigt. Ja, bei lediglich den Farmen sieht das etwas anders aus, aber dennoch gilt da m. E. eine Rassenspezifität.

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Beitrag von Malle » Freitag 30. November 2007, 13:49

also, ich hab mir was überlegt.

Abhängig von der Systemmoral und bei Minors auch noch der Akzeptanz werden bestimmte Gebäude im System von der Bevölkerung als "Niemals-Abzureißen" markiert. Dazu braucht es keinen grafischen Marker, man kriegt mit welche das sind, indem man einfach mal versucht abzureißen. Alternativ steht ne Zahl im Bauwerke-Menü. Das ist im Regelfall und ganz am Anfang in Runde 1 im Hauptsystem alle Startgebäude. Bei Minorübernahmen über die Diplomatie sind es genau so viele Farmen, wie zum Überleben/Nicht-Verhungern der gegenwärtigen Bevölkerung mindestens nötig sind.

Je schlechter die Moral, desto mehr Gebäude werden von der immer unwilligeren Bevölkerung (dann auch Fabriken und Universitäten) so deklariert. Versucht man nun ein solches Gebäude abzureißen, kommt erstmal ne Warnmeldung, ob man das wirklich tun will, da die Bevölkerung einem das übelnehme und mit xx%-ger Wahrscheinlichkeit ein Bürgerkrieg bzw. eine Revolution stattfinden wird. Dazu gibts noch ein Hinweis ob die bereits stationierten Truppen die Ordnung aufrechterhalten können für die darauffolgende Runde und wieviel Verluste an Bevölkerung pro Runde durch die Truppen zu erwarten sind und mit welcher Wahrscheinlichkeit die abzureißenden Gebäude auch wirklich abgerissen werden können.

Will man trotzdem abreißen, wird in der nächsten Runde eben ausgewürfelt pro Gebäude, was markiert wurde, ob es abgerissen werden konnte und ob eine Revolte beginnt bei erfolgtem Abriss. Sollte das Abreißen scheitern beginnt sowieso sofort eine Revolte.

Startet die Revolte bei einem der Gebäude, bekommen alle weiteren Gebäudeabrissvorhaben in der Runde Mali und es werden auch Truppenverluste bereits ausgewürfelt.

Die Revolte hat zur Folge, dass in den Fabriken und Energiezentren nicht mehr gearbeitet wird. Farmen, Intel, und Universitäten sind weiterhin besetzbar, wobei man sich streiten kann, ob der Arbeiterpool noch verändert werden kann oder nicht besser "locked" ist. Gekauft werden kann weiterhin, auch Truppen (nur Söldner) und Schiffe.

Eine einmal begonnene Revolte kann nur wieder beendet werden, wenn zum einen genug Farmen für die Unterhaltung der Bevölkerung gekauft werden und zum anderen ein entsprechend hohes Truppenaufkommen im Planetensystem angesammelt wird.


Finde, das ist eine wesentliche Sache für BotE. Es verhindert zum einen Tabula Rasa und zum andern leitet es die etwas unerfahrenen Anfänger-Spieler automatisch dazu an, keinen Unfug im System zu betreiben.

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Beitrag von Sir Pustekuchen » Freitag 30. November 2007, 16:03

Da hast du aber nen schön komplexen Vorschlag gemacht. Einerseits klingt er interessant, andererseits könnte er speziell Neulinge sehr verwirren. Ich frage mich auch, ob es da nicht noch eine einfachere Möglichkeit gibt? Ich finde es etwas zu übertrieben, schließlich würde das alles nur die Farmen betreffen. Und ob die nun abgerissen werden oder nicht ist bei einer Invasion nicht so von Belangen. Hauptsache man hat noch genügend Industrie und Minen im System, dann sind die paar Farmen schnell nachgebaut. Zu einer Revolte kann es kaum kommen, schließlich helfen Truppen und Kriegsrecht die Moral oben zu halten.

Mit deinem System könnte man schließlich immernoch alle anderen Gebäude abreißen. Was bringt es dann dem Eroberer, wenn er ein leeres System mit nur ein paar Farmen bekommt? Und alle Gebäude würde ich nicht von der Regel betreffen lassen. Das wäre auch sehr unrealistisch. Warum interessiert es die Bevölkerung, wenn paar Industrieanlagen, Minen oder irgendwas anderes abgerissen werden. Die sind vielleicht sogar ganz froh drüber, weil die Luft besser wird.

Ansich ist die Idee nicht schlecht, ich denke aber um "verbrannte Erde" zu verhindern eher ungeeignet, ändert sie doch zu viel am Spiel. Das System mit dem Gebäudeabriss soll schon relativ einfach bleiben, da braucht es nicht noch einen Haufen Bedingungen und Sonderregeln, wann es erlaubt ist oder nicht. BotE ist so schon sehr komplex, man sieht halt nur nicht alles auf einmal.

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