Diplomatie

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Malle
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Re: Diplomatie

Beitrag von Malle » Montag 12. Januar 2009, 13:40

ein jein ist es nur dann, wenn man die Möglichkeit außer Acht lässt, dass Ignorieren auch viel schlimmer sein kann als ne konkrete Absage, weil man den andern noch nicht mal wert erachtet, ihm überhaupt zu antworten, ihn also komplett ignoriert und ausgrenzt.

Ignorieren in Kombination mit Gegenangebot ist ein konkretes jein, denn man sagt nein zum Angebot, stellt aber eins, wo man definitiv ja sagen würde. Ein ignorantes nein sprich ein doppelt verstärktes nein ohne Gegenangebot ist je nachdem wie das Gegenüber es auffasst, ein noch stärkeres Ablehnen. Ich glaub ich kapier die Feinheiten der Diplomatie besser als du ;).

Im Kongressfall ist es egal, ob man ein Gegenangebot lieber will. Der Kongress will immer Frieden, egal für wieviel Runden. Bei Kooperationen etc. schaltet er sich nicht ein, nur bei NAPs und Friedensverträgen. Ein Ignorieren wird daher immer destruktiv aufgefasst und dementsprechend irgendwann overrulet. Ich finde das in dem Fall sogar sehr gut, ist ja nur bei den Terranern und die sollten an ihrer Achillesferse ruhig verwundbar sein.

Bei den Khayrin stell ich mir das eher so vor, dass der diplomatisch Beauftragte mal wieder bei nem Streit sein Leben verloren hat und die Stelle für ne Zeit nicht besetzt ist, weil keiner diesen unehrenvollen Job machen will. Dann landen eben Anfragen im Nirgendwo. Sowieso sind diplomatische Themen nur insofern interessant, wenn man Frieden und/oder Kooperationen eingegangen ist, also was angenommen hat, nicht ob man ablehnt oder ignoriert, das ist gleichgültig. Wenn man sich bindet, werden die Khayrin hellhörig und verlangen Erklärungen, warum man plötzlich aufpassen muss beim Angreifen anderer Schiffe und erst die genaue Schiffssignatur lesen muss. Welcher Aspekt der Story verlangt einen Ringkampf und warum sollte ein "Unfall" des Botschafters ungleich Ignorieren sein? Es ist auch an sich eine Ehre, überhaupt von einem Khayrin persönlich zum Kampf eingeladen zu werden, das macht der nicht mit jedem und dann muss er draußen bleiben oder wird abgeschossen. Trotzdem weiß der Botschafter nicht genau, was die Khayrin vom Plan gehalten hätten, er kam ja nicht dazu ihn vorzustellen. Das bedeutet dann Absage durch Ignorieren und Zugang verwehren.

Nur so nebenbei, der Kongress ist ja nicht nur pro Forma zum Spaß da. Er sollte auch direkt ne Auswirkung haben für das was er bietet, nämlich die +1 Moral. Die wäre eben ein de facto Nichtmehrablehnenkönnen von Nichtangriffs- und Friedensverträgen. Aber du hast Recht, es gibt noch einen Fall, wo man auch im Kongress nicht mit Frieden einverstanden wäre und das ist wenn im vorangegangenen Krieg Systeme verloren wurden. Sonst könnte jemand Harakiri-Invasionen starten und erzwingt sich, wenn die Terranerübermacht anrückt zum Rückerobern einen Frieden und sagt ällabätsch. Aber da die verlorenen Systeme auch in der Historie auftauchen, könnte man diese zählen und sobald selber eingenommene Systeme diese Zahl ausgleichen oder überschreiten, schaltet sich der Kongress wieder ein, weil er dann der Meinung ist, dass ein fairer Ausgleich stattgefunden hat.

Hatte die Föderation in Star Trek nicht auch vor dem Dominion Krieg versucht, Friedensverträge auszuhandeln obwohl das Dominion sicher kein Heiligenscheinstaat war und viele Rassen inklusive seiner Vortas und Jem'Hadar brutalst abhängig hält mit Drogen etc., ganz zu schweigen von Solitausrotttendenzen? Was anderes ist es, wenn man mit einer Rasse Kooperation hat und diese wird von einem Dritten angegriffen. Wenn nun der Bündnisfall eintritt, kann der Dritte nicht einfach Separatfrieden schließen über den Kongress. Dann zählt die Koop mehr. Das zwingt den Terraner eben, mit seinen Leuten bessere Verträge anzustreben als nur Frieden. Ist doch ein schöner Nebeneffekt, oder nicht?

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Re: Diplomatie

Beitrag von master130686 » Montag 12. Januar 2009, 14:09

Ich stimme da Orco zu.

Eventuell könnte man auch noch die zwei Button hinzufügen - "Ignorieren" und "Gegenangebot" (wobei "Gegenangebot" da ja eher eine Forderung is). Und man kann die Runde nicht beenden bevor man nich einen der vier Buttons angeklickt hat. Auf diese Weise würde auch vermieden dass man ein Vertragsangebot übersieht.

Auch mit dem "zwingenden Annehmen" von Friedensangeboten seitens der Terraner stimme ich Orco zu. Oder denkst du die Föderation hätte ein Friedensangebot vom Dominion (oder den Maquie) angenommen? Abgesehen davon, dass es höchstwahrscheinlich nur eine List gewesen wäre (und die Föderation dass gewusst (oder zumindest mit höchstmöglicher Wahrscheinlichkeit vermutet) hätte), hätte das auch viele Sympathien bei ihren Verbündeten (im Falle des Maquie wären das ja die Cardassianer gewesen, mit denen man nur einen fragilen Frieden hatte, welcher im Falle einer solchen Annahme vermutlich wieder in Krieg ausgeartet hätte) gekostet.

Zumal es hier auch auf das Angebot ankommt. Meist, vor allem nach dem Verlust ihrer Flotte, bietet die KI ja gleich eine Kooperation oder ein Bündnis an - und das kann/sollte nich sein. Als erst sollte immer ein NAP oder erstmal gar nur ein Frieden (eine Art NAP ohne die Territoriumsbegrenzung) angeboten werden.


Sind die Terraner jedoch neutral (also besonders in Zeiten des Erstkontaktes, sollten alle Angebote bis incl. Freundschaft angenommen werden müssen, oder es hat moralische und Beziehungstechnische Konsequenzen - damit stimme ich Malle bedingt zu.


Zudem sollten Verträge (incl. Krieg) eine Mindestlaufzeit haben, damit man nicht die eine Runde eine Kooperation schließt, die Runde drauf Krieg erklärt und die Runde drauf Freundschaft (usw.) - was die KI ja gerne mal macht (und auch anbietet/verlangt). Alternativ könnte man die Mali des Vertragsbruches auch von der Vertragslaufzeit (evtl. noch im Verhältnis zur Gesamt- und/oder Restlaufzeit) abhängig machen - jedoch mindestens so dass der Malus dem Kriegserklärungsbonus überwiegt.
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Re: Diplomatie

Beitrag von Malle » Montag 12. Januar 2009, 14:16

keine Mindestlaufzeit, wie lang soll die gehen? Außerdem hat man keine Reaktionsmöglichkeiten mehr, falls der andere einem Frieden aufzwingt und dann jedem anderen Krieg. In so einem Fall möchte ich auch mit eingreifen können und nicht erst 10 Runden absitzen. Bei solch volatilem Vorgehen müsste der Ruf der Rasse runtergehen, also das diplomatische Vertrauen, was man ihm schenken kann. Der Langfristigkeitsfaktor quasi.
Grade das Veräppeln versuche ich ja über die Historie abzufangen. Macht das einer, schaltet sich der Kongress nicht mehr ein, weil klar ist, dass das Gegenüber Diplomatie nicht ernst genug nimmt, um seriös miteinander zu verhandeln. Hier wäre der Ruf der Rassen sehr interessant, weil nach diesem der Moral- oder overrule-Effekt berechnet werden würde. Bekommt man von einer hochangesehenen Rasse ein Friedensangebot, sollte es eben nicht möglich sein, wenn der Kongress gebaut, dass man dies ablehnt, sofern kein Verbündeter mit diesem Krieg hat, punkt.

Die Föderation hat, als sie das Dominion kennengelernt hat, sicher Frieden gesucht. Sie kannten die Leute ja noch nicht. Genauso gehts hier. Wenn der Ruf der Rasse unbekannt ist, geht der Terraner vom bestmöglichen Fall aus und gewährt dem Gegenüber eine faire diplomatische Chance und das beinhaltet Annehmen von Friedensverträgen.

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Re: Diplomatie

Beitrag von master130686 » Montag 12. Januar 2009, 14:23

Mit dem Veräppeln meinte ich nicht nur die Terraner, ich meinte das generell für alle.

In einem Spiel haben mir (Rotharianer) die Hanuhr jede zweite Runde Krieg erklärt und eine Kooperation oder ein Bündnis angeboten - und das über mehrere Dutzend Runden hinweg.

Und beim Dominion meinte ich natürlich nicht den Erstkontakt sondern den Dominionkrieg (der Erstkontakt wurde ja durch die Neutralitätsklausel ausgeschlossen).
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Re: Diplomatie

Beitrag von Malle » Montag 12. Januar 2009, 15:25

Damit muss man leben. Die KI kann sicher durch Verfeinerungen noch etwas mittel- bis langfristiger arbeiten, grade auch durch eigene Historien, die einem 2 gleiche Angebote aufzeigen, die man schon vorher gemacht und die schief gelaufen sind aus welchen Gründen auch immer und dass dann die Wahrscheinlichkeit, nochmal so ein Angebot zu machen kurz darauf, runterschraubt. Auch dass sie erst schrittweise vorgeht und Frieden vor Kooperation oder gar Bündnis sucht, aber da muss systemisch nichts an der Diplomatie als solche geändert werden, das ist ne reine KI Geschichte, die intern über Routinen abwickelbar ist. Der Ruf einer Rasse geht natürlich auch runter, wenn man dauernd nicht weiß, was man will, auch als menschlicher Spieler.

Zum Thema Dominion und Erstkontakt, hier ein quote von memory-alpha:
Kontakt mit dem Alpha-Quadranten
[Bearbeiten]
Indirekte Kontakte

Der erste indirekte Kontakt zwischen dem Dominion und den Völkern des Alpha-Quadranten fand Anfang 2370 durch Wirtschaftsverhandlungen über Tulabeerenwein seitens der Ferengi mit den Dosi statt. Die Ferengi erfuhren von den Dosi, dass das Dominion die beherrschende Großmacht im Gamma-Quadranten ist. Man versuchte daraufhin in Handelsbeziehungen mit dem Dominion zu treten (DS9: „Profit oder Partner“).

Auch die Föderation war an einem Kontakt und diplomatischen Beziehungen mit dem Dominion interessiert. Später im Jahr 2370 erfuhr man von den Skrreeanern, die vor dem Dominion in den Alpha-Quadranten flohen, dass die Macht des Dominions hauptsächlich militärischer Natur ist (DS9: „Auge des Universums“).

Diese Angaben wurden später von Rurigan, einem Flüchtling von Yadera Prime bestätigt. Seine Heimatwelt wurde von den Truppen des Dominion erobert (DS9: „Die Illusion“).
[Bearbeiten]
Erstkontakt mit der Föderation

Das erste Gefecht im Gamma-Quadranten

Der erste offizielle Kontakt zwischen dem Dominion und der Vereinigten Föderation der Planeten kam Ende des Jahres 2370 zustande, als die Jem'Hadar mehrere Schiffe und Kolonien im Gamma-Quadranten zerstört hatten, die zuvor von Völkern des Alpha-Quadranten dort angelegt wurden. Bei einem Besuch von Commander Sisko und Quark im Gamma-Quadranten nahm das Dominion die beiden gefangen. Dieser erste Kontakt wurde vom Dominion hergestellt, weil es durch die Schiffe der Sternenflotte seine Grenzen verletzt sah. Da das Dominion die Föderation als Bedrohung ansah, wurde der Erstkontakt mit einem Infiltrationsversuch verbunden. Eine Rettungseinheit, die von der USS Odyssey angeführt wurde, konnte Commander Sisko allerdings befreien. Während dieses Einsatzs wurde die Odyssey durch ein Geschwader Jem'Hadar-Angriffsjäger zerstört. (DS9: „Der Plan des Dominion“).


Achja, durch von der anderen Rasse angezettelte Kriege wird der persönliche Ruf dieser Rasse gegenüber einem selbst als Terraner natürlich denkbar weit nach unten korrigiert, d.h. der Kongress schaltet sich für eine gewisse Zeit ab den ersten Systemeroberungen durch den neuen Feind nach dessen initialer Kriegserklärung nicht mehr ein und auch nach Friedensschluss gehen die Moralmali bei erneutem Krieg gegen die Rasse runter, wobei dieser Effekt sich über die Runden abschwächt, d.h. nach xyz Runden ists wieder wie vorher und der Kongress hat prinzipiell vergessen, dass vorher mal Krieg war.
Es soll natürlich nicht sein, dass man den Terranern dauernd eins auf die Nase geben kann und die halten die ganze Zeit die andere Backe hin. Es geht vielmehr um den Fall, dass eine hochangesehene Rasse Frieden oder Nichtangriff explizit will und man da gebunden ist in den meisten Fällen.
Auch wenn die Verluste ausgeglichen wurden, die ein gerade mit einer (natürlich im Ruf gesunkenen) Rasse geführter Krieg verursacht hat, soll der Kongress ein Umswitchen auf einen Angriffs- und Eroberungskrieg verhindern, d.h. stellt der Gegner ein Friedensangebot und man hat verlorene Systeme durch Eroberungen am Gegner wieder ausgeglichen (wobei ausgeglichen auch ne Spanne der zugelassenen Vergeltung beinhaltet, also wenn der Gegner z.B. 4 Systeme komplett totgebombt hat, kann man nicht von Ausgleich reden, wenn man das selber getan hat, im Falle der Systemkomplettauslöschung werden die Moralmali komplett ausgesetzt und der Kongress schaltet sich überhaupt nicht mehr ein, bei reinen Eroberungen zählen gleiche Anzahl an Eroberungen +X Systeme, die man noch erobern darf, das ist dann so ein fließender Übergang, wo die Wahrscheinlichkeit pro zusätzlich erobertem System stufenweise ansteigt; auch durch Bombardements verlorene Bevölkerung wird aufsummiert und führt irgendwann ab ner gewissen Schwelle verglichen mit der imperienweiten Gesamtbevölkerung zum Freibrief für den "totalen Krieg" wenn man so will), wird Frieden erzwungen, wenn der andere zustimmt. So kann man nicht einen Krieg nutzen, um einen Gegner völlig auszuschalten, wobei natürlich Invasionen ihre normalen Mali bringen, dennoch sollte der Kongress darüberhinaus handlungsfähig sein und theoretisch sogar in der Lage, ab diesem Zeitpunkt der ausgeglichenen Verluste selbständig Friedensangebote an die Rasse zu verschicken.

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Re: Diplomatie

Beitrag von master130686 » Montag 12. Januar 2009, 16:04

Dieser Verfahrensweise kann ich zustimmen - bis auf das selbstständige Verschicken von Friedensangeboten.

Als Terraner bekommt man ja sowieso schon genügend Mali wenn man Systeme bombardiert und/oder invasiert. Dadurch muss man e teilweise mehrere Runden (und möglicherweise siegreiche Kämpfe) abwarten bis man das erneut machen kann.

Da braucht nich der Kongress auch noch selbstständig Friedensangebote rausschicken. Eine Annahmepflicht (nur für NAP oder Handelsvertrag) wäre da was anderes. Eventuell könnte man solche selbstständigen Angebote ab einer gewissen Moralstufe (z.B. sobald das erste System unter 75 Punkte fällt) "geschehen lassen".


Mit "Neutralitätsklausel" meinte ich das:
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Re: Diplomatie

Beitrag von Malle » Montag 12. Januar 2009, 16:26

Theoretisch und praktisch ist es möglich, so viele Truppen in allen Systemen stationiert zu haben, dass man theoretisch den Gegner ausbomben kann (d.h. keine Invasionen, die Truppen nimmt man zur "Befriedung" der eigenen Bevölkerung) und man bleibt hinterher auf 100. In so einem Fall hilft natürlich auch der Kongress nichts, weil man ja getrost die Moralmali beim erneuten Krieg erklären (prinzipiell jede Runde) eingehen kann, die Moral geht schnell genug wieder auf 100 zurück.

Den Fall haben wir noch gar nicht berücksichtigt, eine Vermilitarisierung der Konföderation, praktisch ein Militär- und Polizeistaat. In dem Fall ist es automatisch so, dass der Kongress sich im Endeffekt automatisch abschaltet, denn die +1 Moral wird durch Truppenüberangebot in den Systemen abgefangen, hat also keinen nennenswerten Effekt. Die dauernde Annahme von Frieden und das Brechen der Verträge drückt dann die Unzufriedenheit aus, auch im Militär, was rundenweise handlungsunfähig ist. Eigentlich gar nicht so schlecht. Auf jeden Fall sollte in der Historie so etwas dauerhaft vermerkt werden, d.h. wenn die Phase rum ist, verändert sich die Moral proportional zur Dauer dieser Phase weiterhin nach unten (historienbedingte Moralmali wegen schlechter Führung quasi) und die normalen Gebäudeboni wirken mit Dämpfungsfaktor, d.h. die Konföderation und auch der Kongress als solche haben ein Gedächtnis. Auf jeden Fall will ich ein Militarismus bestrafen mit der Konföderation. Es soll zwar möglich sein zur eigenen Verteidigung wenn nix mehr geht und das funktioniert ja auch mit den Truppen ganz normal, aber danach ist das Vertrauen weg. Wobei es auch hier drauf ankommt, wer den Krieg begonnen hat und wie oft der Kongress umgangen wurde und neu Krieg erklärt wurde. Der Kongress schaltet sich ja nur bei Angriffskriegen ein, deshalb kann man den Wert super übernehmen.

Diese historienbedingten Moraleffekte sind auch ohne Kongress, d.h. ohne dass dieser gebaut wurde, spürbar, nur in etwa halbiert, weil der Kongress an sich erst das Selbstverständnis der Konföderation so richtig prägt und die pazifistische Grundtendenz zur vollen Entfaltung bringt. Nichtsdestotrotz werden Militärstaattendenzen auch ganz in der Frühe des Spiels (warum auch immer man das mit den Terranern tun will) abgefangen und haben für die gesamte Spieldauer negative Auswirkungen (die natürlich wieder mit der Zeit verschwinden).

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Re: Diplomatie

Beitrag von Orco » Dienstag 13. Januar 2009, 01:57

mit der vermilitarisierung dürfte schwer fallen wenn die truppen mal unterhalt kosten sollen.... aber ja das ist ein interresanter fall den du da angesprochen hast.

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Re: Diplomatie

Beitrag von Malle » Dienstag 13. Januar 2009, 06:54

stelle mir das auch so vor, dass ein Krieg, der mehr und mehr als unrechtmäßiger Angriffskrieg gesehen wird, zufällig als Random Event quasi Ausschreitungen in Systemen zur Folge hat, die in den News angezeigt werden. Zunächst nur friedliche moralmindernde Demos, dann gewalttätige Auseinandersetzung mit der Polizei wobei Creditseinnahmen durch Ersetzen von Sachbeschädigungen (verbrannte Shuttlebusse, etc.) verloren gehen bis hin zu geplanten RAF-mäßigen Terrorattacken, die auch Gebäude im jeweiligen System fordern. So macht Krieg führen erst richtig Spaß, wenn die eigene Bevölkerung an der Heimatfront die Häuser ansteckt und wenn man dann sich hinreißen lässt und Truppen zur momentanen Beruhigung der Lage schickt, bekommt man noch fieserweise Runden danach die Quittung danach durch verschlechterte Moralbedingungen auf dem Planeten ;).

Sollte man in so einem befriedeten Angriffskrieg wie oben beschrieben, den Gegner dann letztendlich ausgerottet haben, wird statt ner großen Siegesfeier ne große Randale losgehen und zwar -50 Moral und ungeachtet der Truppen wird mit diesem Wert in jedem System einmalig die Abspaltung durchgerechnet. So verliert man im Endeffekt (hoffentlich) mehr als man gewinnt.

Für die Khayrin gilt ein inverses System. Wenn die Zahl der Friedensverträge (Kooperation ausgenommen, da kann man gemeinsam glorreich kämpfen während Frieden nur ne Kampfeinschränkung darstellt) stark ansteigt und seit Ewigkeiten kein Krieg mehr geführt wurde (Kriege kommen natürlich auch in die Historie rein), wird die Bevölkerung unruhig und es kommt ebenfalls zufällig zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen mit Moral-, Credits- und Gebäudeverlusten. Hierbei auch noch möglich, dass sich Flottenteile abspalten und als marodierende Einheiten wahllos durch die Systeme ziehen, bombardieren im Falle entsprechend ausgestatteter Transporter auch invasieren, was im Erfolgsfall ne einfache Abspaltung zur Folge hat. Allerdings machen hier Truppeninterventionen keinen dauerhaften Moralschaden wie bei der Konföderation, sondern noch fieser, die Truppen selber können sich aus Mangel an Respekt und Absprache der Ehre dieser Imperiumspolitik an der Randale beteiligen und machen die Zustände punktuell noch schlimmer, d.h. die Khayrin können einem ebenfalls ganz schön aus dem Ruder laufen, wenn man keine Kriege oder Kooperationen/Bündnisse auf die Reihe bekommt, allerdings etwas unterschiedlich zu den Konföderierten. Bei denen hängt alles am Frieden, bei den Khayrin ist genau der Frieden die erstmal schwer zu nehmende Hürde (die KI sollte auch entsprechend seltener Frieden anbieten/annehmen), wenn man allerdings deren Respekt soweit errungen hat, dass man Kooperationsstufe erreicht hat, so sind die Khayrin die besten Partner, die man sich vorstellen kann. So spielen sich diese beiden Rassen grundverschieden.

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Re: Diplomatie

Beitrag von Gh0st » Dienstag 13. Januar 2009, 08:27

Sollte es im Umkehrschluß dann nicht auch so sein, dass ich als Konfö./Fed. für Befreiungskriege einen deutlichen Moralschub durch die Bevölkerung erfahre? Bspw. ein ehemaliges Völkschen, mit dem ich Handel betrieben habe, wurde von den Khayrin/Kling. unterworfen und um sie zu befreien muss ich dem Imperoum den Krieg erklären.

[Edit]
Hier könnte man gut die von dir beschriebene Diplomatie-Historie nutzen, um mit Hilfe einer Formell zu errechnen, welche Freundschaft dem Volk wichtiger ist. Würden bspw. die Khayrin/Kling. ebenfalls einen Friedensvertrag mit uns haben, genauso wie die Minor-Rasse vor ihrer Unterjochung... dann könnte man sich schon vorstellen, dass die Bevölkerung dazu tentiert opfer für langzeitige "intersellare Freunde", als die frischen Freunde, die sich dann noch als Eroberer zeigen.

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Re: Diplomatie

Beitrag von master130686 » Dienstag 13. Januar 2009, 08:54

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Re: Diplomatie

Beitrag von Malle » Dienstag 13. Januar 2009, 10:40

Generell ist es so dass ein anderer, der einem Freund (bei Verbündetem gibts eh gleich Krieg wegen Bündnisfall) den Krieg erklärt, sei es Minor oder Major, im Ruf sehr stark fällt. Derjenige, der den Krieg zuerst erklärt, begeht immer den Faux-pas. Meist hört dann auch die Freundschaft von selber auf. Was dann noch fehlt ist ein Bündnis mit dem Angegriffenen, über welches man direkt in den Krieg ohne Kriegserklärung einsteigt. Das mag die Konföderation und belohnt auch mit Moralschüben. Niemals wird jedoch direkt Krieg erklärt. Die Toleranzschwelle der Systemeroberungen in so einem Verteidigungskrieg ist sehr gering (max. 2-3 Systeme) bevor die Stimmung soweit gesättigt ist, dass der Kongress aktiv wird und Friedensangebote entweder selber abschickt oder annimmt. Geht der Gegner nicht darauf ein, gibts aber keine extra Moralmali. Dann kann man erobern, wie man will, aber das ist ja auch schon in normalen Kriegen der Fall. Die zusätzliche Schwäche der Terraner ist nur wirksam wenn der Gegner sie auch ausnutzt. Von selber schneidet sich die Konföderation nicht ins Fleisch.

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Re: Diplomatie

Beitrag von Orco » Dienstag 13. Januar 2009, 17:58

automatische diplomatie ist blöd. Besser ein pop up mit beschwerde text. Also der kongress tritt an einen rann mit einer offiziellen beschwerde das der krieg nicht mehr hinnehmbar ist und unterbreitet einen eine forderung nach einem friedensangebot. Wenn man dieses dann auschlägt und weiter auf kurs bleibt gibt es mehr proteste -> -moral.

Generell den spieler die entscheidungsgewalt zu nehmen und verträge aufzuzwingen ohne das er was dagegen machen kann ist kein gutes mittel um so etwas umzusetzten. Man sollte schon die möglichkeit haben sein imperium gegen die wand fahren zu können :roll: .

(ich find diese neuen smilies hässlich)

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Re: Diplomatie

Beitrag von Malle » Dienstag 13. Januar 2009, 18:09

Ginge auch. Allerdings muss man berücksichtigen, dass der Krieg an sich zwar unannehmbar ist, aber im Grunde nur der Versuch einer Friedensstiftung wirklich zählt, d.h. ein Friedensangebot, was man selber abschickt auf Drängen des Kongresses oder die Annahme eines Friedensvertrages vom Gegner. Die Moralmali sollten nur greifen, wenn kein Angebot abgeschickt und keins angenommen wurde, nicht, wenn eins abgeschickt wurde, aber keine Rückmeldung kam oder eine ablehnende.

Prinzipiell ist es egal, machen wir halt bei mehrmaligem Ignorieren des Kongresses die Moralmali -25 in jedem System und warten 1-2 Runden, bis alle Systeme abgespalten sind ;). Aber mal im Ernst, so würde die Konföderation nicht auseinandergehen wollen, eher wird der Diktator im Hintergrund überstimmt und man testet den Gegner bzw. nimmt dessen Verträge selber an. Ich würde es so machen als Kompromissvorschlag, wenn der Kongress gebaut ist, gibts Überstimmen bzw. Autodiplomatie, wenn nicht, dann gibts Abspaltungen. Man kann ja das Gebäude abreißen, wenn man will. Das wär doch so okay oder?

Das ganze is so die Vorstufe zum Galasenat im Prinzip.

Die neuen Smileys kamen eher unbewusst durch das neuliche Serversoftwareupdate drauf. Puste müsste die alten mal wieder draufkopieren. Zur Not findet er die auch auf dem englischen Forum.

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Re: Diplomatie

Beitrag von Malle » Donnerstag 22. Januar 2009, 20:42

Minorgeschenke an Major, haben wir das schon diskutiert? Ich hab gar nimmer in Erinnerung ob das sogar schon implementiert, nie drauf geachtet. Aber grundsätzlich sollte ein frohgestimmter Minor einem Geschenke machen dürfen. Er will ja auch die Beziehung verbessern. Durch sein Geschenk sollte die Beziehung auch genauso in dem Maße verbessert werden, wie es ein eigenes Geschenk an den Minor getan hätte. Sozusagen ein Vertrauensvorschuss des Minors an einen selbst. Außerdem fällt einem dann evtl. auch manchmal auf, dass ein Minor noch keinen entsprechenden Vertrag mit einem hat obwohl sein Barometer schon ne Zeit lang höher ist als der momentan gültige Vertrag. Mir ist durchaus schon passiert, dass ich einen Minor partout vergessen hatte und 20 Runden zu spät vermitgliedet habe und auch nur, weil er mir einen Vertrag angeboten hat ;).

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