Spione auf Schiffen bzw. in Systemen

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Malle
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Spione auf Schiffen bzw. in Systemen

Beitrag von Malle » Donnerstag 17. Februar 2011, 14:15

Die Idee scheint simpel, bei der Spionage kann es gelingen, dauerhaft einen Spion in gegnerischem Gebiet unterzubringen, der über einen unentdeckten Kanal ständig Informationen senden kann (ständig im Sinne von 1x die Runde, was ja auch ausreicht), also in regelmäßigen Abständen. Dazu kann er sich auf einem Schiff befinden oder in einem System.

Effekt dadurch: Man bekommt Scanreichweite in dem Gebiet und das feindliche Schiff fungiert wie ein eigenes was die Aufklärung von Sektoren angeht, aber auch wenn der Gegner einen Minor kennenlernt, kann der Spion diesen auch kennenlernen für einen (sehr fies, finde ich ;)). In einem System wäre das ganze dann ein wenig stationärer, evtl. könnte man sich überlegen, dass man zusätzlich noch ins System reinklicken kann und dann Baumenü etc. begutachten kann ohne was zu verändern, muss aber nicht sein.

Je nachdem wie gut die Spionage-Intelpunkteversorgung ist, hält der Spion mehr oder weniger lang durch bzw. liefert mehr oder weniger gute Daten (hier könnte ein Faktor rein der die Scanstärke "dämpft", d.h. der Spion kriegt nicht alles so 100%ig mit, was um ihn herum passiert). Er kann auch zwischendurch die Systeme/Schiffe wechseln, besonders wenn der Gegner gerade mehrere Flotten in einem Sektor zusammen mit dem Spion-Schiff hat. Und man kann ihn natürlich jederzeit wie gewohnt im Anschlagsmenü dazu verwenden, Sabotage zu betreiben.

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Dennis0078
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Re: Spione auf Schiffen bzw. in Systemen

Beitrag von Dennis0078 » Donnerstag 17. Februar 2011, 16:11

sehr interessant
aber soll es dann auch zum Erstkontakt kommen? oder kennt man dann nur das Minor System?

Wenn der Spion nun im Minorsystem sitzt und das spaltet sich ab oder wird bestochen. Was macht der Spion dann?
Daten vom Minor sammeln?

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Malle
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Re: Spione auf Schiffen bzw. in Systemen

Beitrag von Malle » Donnerstag 17. Februar 2011, 16:44

Es kommt zum normalen Erstkontakt, in-game ist es sowieso so, dass Kontakte zu Minors über ähnliche Frequenzen laufen wie die in der Beschreibung der Ressourcendistributorengebäude, sprich nicht abfangbar, verschlüsselt, instantan. Sonst würde man ja einen Minor auch diplomatisch abkapseln können, wenn man ihn blockiert bzw. es dürfte kaum noch Bestechungen geben, weil die nicht mehr durchkommen könnten. Der Spion übermittelt dann die passenden Codes und Koordinaten für den normalen Kontakt.

Wenn der Minor sich abspaltet wird der Soldat/Spion ganz normal mit abgezogen oder stirbt bei der Revolte. Ergo beschäftigt er sich mit was anderem sprich wechselt das System/Schiff oder ist nicht mehr verfügbar.

Interessant bei der Geschichte ist, dass es sich so schon sehr früh lohnen kann, Geheimdienstgebäude zu bauen und einen früh kennengelernten Major auszuspionieren. Der ist meist selbst noch mit Kennenlernen neuer Minors beschäftigt und hat meist nur Aufklärer, so dass die Chance groß ist, dass der Spion sich aufs richtige Schiff setzt (aber auch Zerstörer schickt die KI meist irgendwann über das Minorsystem drüber, oder auch ein menschlicher Spieler) und auch Minors kennenlernt (evtl. auch solche, die der andere Major schon kennt, das Schiff aber durch Zufall oder gewollt in dessen System nochmal bewegt, z.B. ein Kolonieschiff zwecks Terraformen der Minorplaneten). Wenn so ein Kolonieschiff dann kolonisiert, verfrachtet sich der Spion automatisch stationär ins betreffende System und meldet fortan Daten von dort wie im Orbit befindliche Schiffe etc., geht auch bei Transportern und wenn die Außenposten bauen analog. Vielfältige Möglichkeiten und ein Aufwerten des Geheimdienstes.

Das führt im Extremfall dazu dass man als geschädigter Major gerade einen für den anderen Major passend-eingestellten Minor kennengelernt hat und 2 Runden später befindet er sich bereits in der Hand des anderen Majors und wenn man Pech hat, hat der noch ein paar dutzend Schiffe gehabt und dann gehts richtig rund ;). Das muss tierisch ärgern, vor allem wenn die KI das mit einem macht, im Multiplayer sowieso. So wird die Expansion auch mal zur Falle und ist nicht nur alleine über die klassischen Methoden wie Außenpostenbau und Kolonisierung möglich. Man muss eben nicht immer gleich komplett stehlen, manchmal ist infiltrieren sinnvoller ;). Außerdem hat man dann ab und zu ein mulmiges Gefühl, wenn man wieder zu oft in ein Minorsystem geflogen ist was eigentlich ganz gut mit dem anderen Major kann so von den Grundvoraussetzungen her, wenn die sich kennen würden..

Vll. kann man auch sagen dass die komplette Crew statt überzulaufen ein falsches Spiel mit dem ursprünglichen Major spielt, man also wie bei den Ordos in Dune 2 eine ganze Einheit hat, die eigentlich unter der Kontrolle eines ganz anderen Majors steht, direkt oder indirekt. Also ich würd definitiv die Möglichkeit nutzen, wenn ich Cartarer oder Rotharianer wär, oder einfach einen guten Intelminor anfangs eingekauft hab und mit den Punkten sonst nichts anzufangen weiß. Allein schon um im Hinterland des Majors bestechen zu können und seine bereits vermitgliedeten Minors kennenzulernen.

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Re: Spione auf Schiffen bzw. in Systemen

Beitrag von Dennis0078 » Donnerstag 17. Februar 2011, 19:00

ist dann wohl auch mehr Fähigkeiten der Major abhängig
Der Prozess sollte nur nicht zu Spielbestimmend sein
andersherum könnte der Spion auch die Verhältnisse weiter verschlechtern zum Major

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Re: Spione auf Schiffen bzw. in Systemen

Beitrag von Malle » Donnerstag 17. Februar 2011, 19:03

spielbestimmend wird er vermutlich schon deswegen nicht sein, weil es eher selten ist, dass man so früh einen anderen Major kennenlernt. Und später hat man meist eh Verträge etc. bzw. sein Gebiet zumindest an den Grenzen schon gut erkundet. Trotzdem bringt so ein Spion natürlich kleine, manchmal auch entscheidende Vorteile, wenn er z.B. zufällig genau da sitzt, wo die große Flotte des anderen Majors sich aufhält und daher einerseits ein lohnendes Ziel für einen Überraschungsangriff markiert oder auch einfach nur die Info bereitstellt, dass der andere grad nicht angreifen will.

botf war was den Geheimdienst anbelangt noch ausbaufähig. Nur punktuell den Aufenthaltsort 3er Fabriken zu erfahren ist zwar auch Teil des Geheimdienstalltags, aber Spione auch längerfristig an einem Ziel dranbleiben zu lassen als nur eine Runde und nicht nur den Aufenthaltsort zu einer bestimmten einmal durchgeben zu lassen denk ich gehört auch dazu. Dass der Geheimdienst auch zum "Aufdecken" z.B. auch von unbekannten Sektoren gut oder zum Herstellen eines Kontaktes zu einem Minor, liegt auf der Hand. Dazu müsste es nicht mal ein Spion sein wie ich ihn oben beschrieben habe, sondern der Geheimdienst könnte auch so solche Features anbieten, d.h. wenn ich Spionage mache, komme ich vll. in Kontakt zu einem seiner Minors. Es gibt ja auch die diplomatische Sabotage, warum nicht auch eine diplomatische Spionage.

Auch ein Felderaufdecken und ggfs. Installieren eines Tarnsenders irgendwo in einem Minenfeld in einem Sektor eines anderen Majors, welcher dann unaufhörlich Scandaten sendet, sprich man bekommt Scanstärke aus dem System und den umliegenden, wär denkbar. Als Einheit müsste man sich dann eine Art getarnte Sonde vorstellen, die der andere nur durch hohe Scanstärken identifizieren kann oder eben durch eine gute innere Sicherheit.

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Re: Spione auf Schiffen bzw. in Systemen

Beitrag von Sir Pustekuchen » Donnerstag 17. Februar 2011, 20:43

Ich finde die Idee genial! Gefällt mir richtig gut und würde den Geheimdienst enorm aufwerten. Nur darf die eigentliche/bisherige Spionage nicht zu sehr ins Hintertreffen geraten. Die würde dann ja keiner mehr nutzen.

Als technische und spielerische Vereinfachung würde ich nun mal Folgendes festhalten. (Kann später natürlich noch erweitert werden)
- Spion auf Schiff (fliegt mit und scannt wie Schiff, lernt Rassen kennen wie Besitzer des Schiffes)
- im System (scannt wie System, kann immer ins System schauen)

Frage: Wie und wann bekommt man einen Großen Spion (ich nenne den mal wie in Civ4)? Genug Geheimdieinstpunkte angesammelt? Zufall?
Wie setzt man diesen ein? Frage ob der auf ein Schiff soll oder in ein System. Welche Schiffe und Systeme stehen zur Auswahl? Wie sieht ein Auswahlmenü aus?
Wie lange "hält" ein Großer Spion? Ist die Anzahl der Großen Spione begrenzt? Wieviele darf man gleichzeitig haben?

Es sind also noch viele offene Fragen. Aber ich freue mich schon auf konstruktive Vorschläge, denn die Idee ist richtig gut und macht den Geheimdienst wichtiger.

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Re: Spione auf Schiffen bzw. in Systemen

Beitrag von master130686 » Donnerstag 17. Februar 2011, 22:20

Man könnte das ähnlich wie mit den Leadern bzw. Söldnern, also über einen entsprechenden Pool, regeln...

Die Poolgröße könnte sich aus einer Kombination aus GP und durchschnittlichem Geheimdienst-Gebäudelevel (des eigenen Imperium) ergeben - evtl. Boni/Mali auf die Größe könnten auch entsprechende Spezialgebäude (bzw. später auch Leader) geben.
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Re: Spione auf Schiffen bzw. in Systemen

Beitrag von Nobody6 » Donnerstag 17. Februar 2011, 23:51

Sir Pustekuchen hat geschrieben:Frage: Wie und wann bekommt man einen Großen Spion (ich nenne den mal wie in Civ4)? Genug Geheimdieinstpunkte angesammelt? Zufall?
Wie setzt man diesen ein? Frage ob der auf ein Schiff soll oder in ein System. Welche Schiffe und Systeme stehen zur Auswahl? Wie sieht ein Auswahlmenü aus?
Wie lange "hält" ein Großer Spion? Ist die Anzahl der Großen Spione begrenzt? Wieviele darf man gleichzeitig haben?
Mangels Erfahrung mit sowas würde ich ein Zufallssystem vorschlagen - je mehr Punkte man in einem Bereich (Zivil -> System, Militär -> Schiff) angesammelt hat (oder einsetzt?) desto größer wird die Wahrscheinlichkeit einen Spion zu bekommen. Dieser sollte dann auch ordentlich Punkte kosten, und zwar jede Runde. Kann man ihn nicht mehr bezahlen, verliert man ihn - wobei die Kosten im laufe der zeit immer weiter steigen könnten. Enttarnung sollte ebenfalls möglich sein.
Es sind also noch viele offene Fragen. Aber ich freue mich schon auf konstruktive Vorschläge, denn die Idee ist richtig gut und macht den Geheimdienst wichtiger.
Ja, aber er sollte nicht zu stark werden.

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Re: Spione auf Schiffen bzw. in Systemen

Beitrag von Dennis0078 » Freitag 18. Februar 2011, 07:11

Oder man könnte ja auch den Großen Spion in der Kaserne bauen. Und dann in eine oder mehre Spezialisierungen ausbilden.
Je nach dem in welche Fähigkeiten er ausgebildet wird, um so besser wird der Spion.
Die Ausbildung könnte ja Geheimdienstpunkte kosten.
Danach muss man ihn auf einen Planeten oder Minorsystem absetzen oder irgendwo auf ein fremdes Schiff beamen. (der passt in jedes Schiff)
Wie lange so ein Spion aktiv ist, könnte man an seine Lebensdauer koppeln. Dann könnte er bei den Menschen so 30 Jahre aktiv sein.

Wäre auch cool wenn der Spion ein Icon bekommen würde.
z.B. bei Systemen unter dem Truppensymbol und bei Schiffen auch ähnlich dem Truppensymbol.
Nicht das man versehentlich seinen eigene Spion abschießt oder bei Bombardierungen tötet.

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Re: Spione auf Schiffen bzw. in Systemen

Beitrag von grammaton » Freitag 18. Februar 2011, 12:35

Richtig feine Sache.

Finde die Idee mit der Kaseren (Baukosten + Intelpunkte) auch sehr gut, die können ruhig auch etwas "Aufwertung" vertragen.
Auch die Icon-Geschichte finde ich cool.

Die Anzahl der Agenten sollte man aber mMn nicht limitieren oder über laufende Kosten steuern, sondern das über "Ausbildungkosten" regeln.

Ein einfach gebauter Agend, kann sozusagen upgegradet werden, wenn er in einer Kaseren ist.
Agent Typ1, Agent Typ2, Agent Typ3 ...

Mit jedem Upgrade steigt sein Stealthfaktor oder auch seine anderen Fähigkeiten.

D.h. ein einfacher Agent kostet nicht sooo viel, fliegt aber auch rasch auf.
Stellt aber sicher, das man auch schon "relativ" früh auf diese besonderen Feldagenten setzen kann.
Ein teurer Agent hält länger, benötigt aber in der "Ausbildung" viel Zuwendung und auch Bauzeit ... was bei einem Verlust dementsprechend weh tut.

Ob ein Agent auffliegt, hängt dann von seiner Klasse bzw. der internen Sicherheit des Gegners ab, sollte dem Gegner aber keine Intelpunkte kosten.

Die Agenten sollte man über eine eigene Übersicht steuern können, die braucht man sowiso. :)

Dort sieht man alle gebauten Agenten, kann nach Agenten im Einsatz und Agenten im Training (Kaserne) filtern, und sieht wo sich der Agent befindet, Typ, und vielleicht auch was er macht, falls man da was einstellen kann.

Was ich noch wichtig oder interessant fände, eine Art Threat-Meter für jeden Agenten im Einsatz.
Der Agent bemerkt, wenn es brenzlig wird, und je länger er in einem brenzligen Umfeld (innere Sicherheit) arbeitet, desto weiter steigt die Bedrohungsanzeige.
So hat man die Chance, einen Agenten zurückzuholen, und auf einen anderen Gegner anzusetzen oder seine Ausbildung zu verbessern.

mfg

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Re: Spione auf Schiffen bzw. in Systemen

Beitrag von Malle » Freitag 18. Februar 2011, 13:05

Über die konkrete Ausarbeitung hab ich mir noch gar keine Gedanken gemacht. Die Kasernenidee klingt schonmal vielversprechend. Nur wie bringe ich ihn dann geschickt unter die Leute ohne großes Micromanagement? In SW: Rebellion konnte man Spionen Ziele über die Galaxiekarte geben. Was mich da aber gestört war das nervige Micromanagement, ständig die Spione einzeln befehligen zu müssen. War schon mit den Schiffen nervig, dann auch noch die Spione...

Also ich dachte initial diffus eher an ein zufälliges "Emergen" des Spions aus der Menge an sowieso im Einsatz befindlicher Agenten (=Intel-Punkte, die beim Gegner grad im Einsatz sind / verwendet werden). D.h. es kristallisiert sich ein richtig guter Agent aus den vielen Normalen heraus und / oder einer der Agenten hat per Zufall eine gute Gelegenheit bekommen und wahrnehmen können und ist nun in einer Position die mehr erlaubt als normal möglich ist. Sprich man hat außer über Erhöhung der Intelproduktion und des -einsatzes keine Einflußmöglichkeit auf die Generierung eines Spions, der noch dazu rassenabhängig ist, da die chirurgischen Eingriffe beim wiederholten Ausführen sichtbare Narben hinterlassen würden, d.h. er kann sich nur unentdeckt bei einer Rasse aufhalten als unechter Bürger/Soldat. Sozusagen ein Random Event der besonderen Art.

Falls man ihn baubar macht, wird er finde ich zu sehr in den Mittelpunkt gerückt, was er ja gerade nicht sollte. Außerdem muss man nicht immer alles so machen wie andere Spiele (ich nehme mal an, den großen Spion in Civ4 konnte man bauen ähnlich wie den Diplomaten in Civ1). Außerdem erspart man sich so aufwändiges Handling (Ausbilden, Absetzen, "Leveln"). Das wird alles automatisch im Hintergrund erledigt. Man kann ihn nur dergestalt dirigieren, dass man ihn im Anschlagsmenü auf neue oder alte Geheimdienstberichte ansetzt (dadurch wird der "alte" Geheimdienst auch noch gebraucht und sorgt für die Ziele des großen Spions), die er dann gezielt angeht, wobei er versucht, sich auf ein Schiff der Flotte, um die es in dem Spionagebericht geht, versetzen zu lassen oder in ein System, von dem zuvor beispielsweise ein paar Fabriken ausspioniert wurden. Auf die Art kann man ihn auch gezielt dirigieren. Oder der große Spion generiert im Anschlagsmenü eine Serie von eigenen "Berichten" oder einige Berichte sind extra markiert mit einem Spionenicon und man kann diese Berichte benutzen wie oben beschrieben.

Das würde quasi eine Schnittmenge darstellen zwischen bekannten regulären Infos und Zugriffsmöglichkeiten des Spions. Wenn man jeden Bericht auswählbar macht, könnte man die Berichte mit einzelnen Prestigepunkten belegen, d.h. wählt man den Bericht über ein starkes Schlachtschiff im Sektor XY und der Spion sitzt weit weg in Sektor Z auf einem Forschungsschiff, wird es risikomäßig sehr unwahrscheinlich dass er es schafft und er wird am Prestige scheitern oder wenn er beispielsweise schon sehr stark ist und im Heimatsystem des Gegners sitzt, wird er bei Versetzen auf das Flaggschiff des Gegners einiges an Prestige einsetzen müssen, um das Risiko des Entdecktwerdens zu dämpfen und ist dann für eine große Anzahl an Runden nicht wieder versetzbar (die Prestigepunkte der Berichte schnellen dann für alle Berichte in astronomische Höhen und bauen sich mit der Zeit wieder ab). Also da kann man sich hinsetzen und einiges sich überlegen wie das gehen soll.

Der Sinn, warum es nicht auch wahllos ohne geht, liegt darin, dass er auch eine gewisse Infrastruktur braucht bzw. Kenntnisse des Ortes, wo er hin will, die dadurch gegeben ist, dass vorher dort jemand grad war oder dass er dort normale reguläre kleine Spione antrifft auf die er sich verlassen kann. Zumal so ein gewollter Orts-Wechsel auch ein großes Risiko darstellt, da es nicht normal ist, dass ein normaler Offizier oder Kadett sich einfach so ein neues Schiff aussuchen kann. Was mich zur eigentlichen Idee bringt, nämlich dem eher zufälligen Handling, d.h. der Spion wird ab und zu vom gegnerischen "High-Command" auf ein anderes Schiff versetzt, auch abhängig von seinen Leistungen, d.h. gebe ich mehr Intelpunkte aus, erhöhe ich seine Motivation und er wird auf bessere, dickere Schiffe / Systeme verfrachtet und liefert dementsprechend wertvollere Spionagedaten.

Dem entspräche das oben genannte "Leveln", nur eben halt alles automatisch und ohne dass man eine große Anzeige davon bekommt. Der Grad an Bedeutung des aktuellen Standorts spiegelt direkt den "Level" des Spions wider. Wird er verdächtiger oder wechselt er zu oft, verliert er an "Level", d.h. wird wahrscheinlich in ein kleineres System gesteckt und muss erst wieder in der Gunst steigen. Ist dann aber halt woanders und das will man ja. Man muss dafür dann in Kauf nehmen, dass man vll. nur noch marginalere Randdaten geliefert bekommt und die Qualität der Daten etwas schlechter ist und man 20 Runden warten muss, bis sich daran wieder was ändert.

Und jetzt wirds noch etwas bösartig, als Abwehrmaßnahme, wenn einem sowas passiert wie ich im ersten Post mit dem Schiffsminor, der zu ner anderen Rasse 2 Runden später rüberwechselt, die er nach Position des Minors auf der Map nie und nimmer kennen dürfte so normal, gibt es den "Schiffsbesatzungsliquidierbefehl" ;) (natürlich bei den Terranern ein "Berentungsbefehl"), d.h. die Besatzungen werden alle schiffs- oder flottenweise (auch alle Flotten des gesamten Imperiums auf einmal möglich) entweder liquidiert, verrentet oder zwangsweise in ein Arbeitslager gesteckt. Dann hat der Spieler unter Verlust aller Crewerfahrung die direkte Möglichkeit, Ordnung und Sauberkeit auf seinen Schiffen wiederherzustellen. Funktioniert allerdings nur insofern sicher, dass es alte Spione von den Schiffen fegt (die können übrigens, wenn sie gut sind, vorher noch schnell gewarnt werden und untertauchen, sind dann aber für den Rest des Spiels weniger wertvoll, weil sie nicht mehr versetzbar sind und auf irgendeinem Randplanetensystem ihr Restdasein fristen, allerdings durchaus von dort noch Daten liefern, allerdings vermutlich keine so sonderlich brauchbaren mehr). In der nächsten Runde können durch die Neubesetzung schon wieder neue Spione ihr Unwesen treiben darauf. Wahrscheinlich aber auf anderen Schiffen und keine so guten mehr (weswegen der Befehl schon seinen Nutzen hat).

Zusammenfassend kann man sagen, stelle ich mir das sehr random- und automatikgesteuert vor, mit fast alleiniger relativ bescheidener aber nicht zu verachtender Einflußmöglichkeit über die Intelpunktallokation und -produktion. Der Spion belohnt einen dann schon per definition seines besseren Einsatzortes quasi. Gleichzeitig werden alte Spionagemethoden auch noch gebraucht, wenn man zusätzlich (risikobehafteten) Einfluß auf den Standort des Spions üben will, wenn man z.B. der Ansicht ist, dass die Daten, die er liefert, doch recht langweilig sind, weil dort seit geraumer Zeit nix los ist bzw. sich nichts verändert hat. Mit meinem Vorschlag denk ich spart man sich auch neue Menüs. Bis auf ein Markieren alter Einträge im Anschlagsmenü und ein Icon auf der Galaxiekarte, wo sich Spione gerade aufhalten, braucht man grafisch nichts.

Einen Überblick über die Anzahl und den Einsatzort der Spione liefern die Berichte im Geheimdienstmenü, die wären dann auch mit Icon markiert und man könnte sie nach diesen Icons sortieren. D.h. so ein Spion wäre immer irgendwie an einen Geheimdienstbericht gekoppelt (und wenn er eben einen selbst generieren, weil er vll. gerade versetzt wurde auf ein neues Schiff oder als Techniker in ein neues System, dann wird automatisch ein kleiner neuer konventioneller Geheimdienstbericht geschrieben, d.h. der große Spion kann auch nebenher noch die alten Aufgaben des kleinen Spions erledigen/übernehmen). Die Anzahl ist theoretisch unbegrenzt, der Zufall und die eingesetzten Punkte regeln das schon passend, praktisch ist aber natürlich ein Dämpfungsfaktor eingebaut im Sinne einer negativen Rückkopplung, je mehr aktive Spione im Einsatz, desto mehr IP brauchen die zur Unterhaltung um nicht aufzufliegen, d.h. auch bei der Generierung neuer Spione wird ein Dämpfer mit drin sein, der sich nach der Anzahl bereits aktiver Spione richtet, um nicht in IP-Verteilungsprobleme zu geraten. Außerdem dürfte dann der nötige Funkverkehr irgendwann auch mal auffallen, wenn es allzuviele werden. Man kann altgediente Spione auch in den Ruhestand schicken oder auch neue, die man nicht braucht, weil sie nur unnötig IP fressen würden (die IP-Verteilung untereinander machen die Spione unter sich aus, d.h. die wichtigeren bekommen mehr, aber man hat als Spieler hier nur die Möglichkeit unwichtige Mitesser radikal zu entfernen durch Opfern, was dann auch wieder die Wahrscheinlichkeit verbessert, bessere neue Spione zu bekommen, sprich den Schrott will man gleich wieder loswerden in der Hoffnung auf mehr). Das geht dann auch im Anschlagsmenü, wenn man aufs Icon klicken und unten irgendwo einen Komplettabbruchbutton.

Einfacher als das Schrotten wäre hier natürlich wenn man die Großspione schlafen legen könnte, d.h. sie verbrauchen keine Intelpunkte, bleiben in ihrem System oder werden wie gewohnt vom anderen Major umverfrachtet, sind aber bei Bedarf aktivierbar. So kann ich vor einem Angriff z.B. schnell mal noch checken ob ich nicht einen Spion zufällig dort in der Nähe habe und ihn bei der Planungsvorbereitung hinzuziehen. Vorteil ist hier auch, dass man schlecht postierte Spione nicht gleich schrotten muss, weil sie ansonsten als ständig aktive Spione zu viele IPs binden würden. Und für etablierte Spione ist es auch sinnvoll, dass man ihnen vll. auch mal eine Pause zwischendurch gönnt, gerade wegen der IP-Kosten und der Gefahr der Aufdeckung wenn aktiv. Man braucht ja nicht immer die Daten, wobei ich aber schon sagen würde, dass ein Großspion eher dauerhaft aktiv sein sollte als nicht, sonst wirds zuviel Micromanagement da ständig nachzugucken ob wer wie und wann aktiv ist.

Die Versetzung oder ein Neuauftrag erfolgt dann mit Anzeige der jeweils spionspezifischen Prestigepunkte im Anschlagsmenü (man kann das Menü auch duplizieren und dann Großspionmenü nennen, wenn es zu sehr stört, 2 Sachen auf einmal im Menü machen zu können), wenn man auf ein Icon im klassischen Bericht klickt. Dann wird dieser Spion herangezogen und man kann sehen, wie gut er ist (unten im freien Textfeld kann noch mal eine gesonderte Anzeige mit Werten wie bisherige Aufenthaltsdauer, verwendete Intel-Punkte, momentane Ausstattung mit Intelpunkten, "Stresswerte", d.h. wie bedroht er sich fühlt/ist von gegnerischer innerer Sicherheit, etc.). Und man kann ihm dann einen neuen Auftrag zuweisen, die Werte ändern sich dann instantan.

Wenn der Gegner z.B. ein Flaggschiff ernennt, steigt die Wahrscheinlichkeit etwas (nicht viel), dass ein Spion generiert wird, der auf dem Flaggschiff sitzt, weil so ein Ereignis ein Magnet für jedermann, also auch für die vielen kleinen Spione ist. So ist es dann nicht nur der Zufall, sondern auch manchmal Entscheidungen des anderen Majors, die die Zufälle provozieren. Sowieso sollte so ein Spion fast nur über einen erfolgreichen Einsatz nach der konventionellen Art (also sozusagen als "Zusatz" zu einem Spionagebericht) das Licht der Welt erblicken sprich generiert werden. Ähnlich wie bei Panzer General 3D, wo ein besonderer Kommandeur mit Spezialfertigkeiten meist dann aus dem Nichts entstand, wenn die Einheit gerade einen erfolgreichen Kampf hinter sich gebracht hat (meist bekam man z.B. sog. "Straßenkämpfer" wenn man gerade einen Gegner auf einer Straße nahe oder in einem Dorf-, Stadtfeld besiegt hat usw.). So wird man auch die Motivation nicht los, nach herkömmlicher Art Spionage zu betreiben, man will ja auch immer wieder ein paar neue von den tollen Spionen haben..

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Re: Spione auf Schiffen bzw. in Systemen

Beitrag von Dennis0078 » Freitag 18. Februar 2011, 16:29

ok dann ist es ja nicht so umständlich ...
man müsste ja nur ein paar zusätzliche Berichte entwerfen und das Menü erweitern.
Das könnte man dann auch auf alle Spione trimmen, dann braucht man das nicht unterscheiden.
Wenn einer von denen die Unterwegs sind, es geschafft haben auf ein Schiff zu kommen, dann könnten diese die neuen Aufgaben übernehmen.
Wenn man nun die Intelpunkte auf Militär hat dann wird er das mehr probieren. Sind die auf Wirtschaft dann macht er im System unfug.

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Re: Spione auf Schiffen bzw. in Systemen

Beitrag von grammaton » Samstag 19. Februar 2011, 17:49

Ja, man darf natürlich das Gesamtbild nicht aus den Augen verlieren.
Und ja, es sollte auch nicht in unendliches Mikromanagement ausarten.

Trotzdem lässt mich der Gedanke an eine lenkbare Agenten-Einheit einfach nicht los.

Stellt euch mal folgendes vor.
Man kann diese Special Agents in der Kaserne bauen und upgraden.
Mit Schiffen, die über Transportmöglichkeiten verfügen, kann man sie dann auf eigene oder fremde Planeten transportieren bzw. auch wieder abholen.
Installiert man einen Agenten auf einem fremden Planeten, leitet/boostet dieser die normalen Intelaufgaben + Scannerinfo und passiven Systemzugriff.

Der Agent kann sich auch auf fremden Schiffen einschleichen, muss dafür aber vorher auf einem Planeten des Gegners installiert werden.
Von dort kann er Schiffe infiltrieren die zB. dort gebaut werden, oder sich länger als 1 Runde im Orbit befinden.
Ab dann ist der Weg des Agenten Glücksache, aber das ist ja schon oben in den vorherigen Posts beschrieben.

Als Gegenmaßnahme gibt es, zusätzlich zur internen Sicherheit, eine Art Heimatschutz Agent/Polizist.
Dieser kann nur 1x im Heimatsystem gebaut und trainiert werden. Bei Verlust ist er entgültig verloren.
Er kann sich im Einflußbereich der eigenen Rasse bewegen wie ein Agent, wird aber im sichtbaren/aufgedeckten Bereich der Map immer für alle angezeigt .. was ihn gleichzeitg auch zu einem guten Ziel macht.
Trifft er auf einen Agenten mit gleichem oder niedrigerem Lvl, deckt er ihn sofort auf, und der Agent ist verloren.
Hat der feindliche Agent ein höheres Lvl, wird gewürfelt.
Je höher das Lvl des Spions im Vergleich zum Sicherheits-Agent, desto geringer die Chance auf Entdeckung .....

Das ganze wäre eine Art Mini Scotland Yard, und, zusätzlich zu den coolen Features und Möglichkeiten die Malle beschrieben hat, sicher eine spannende und lustige Sache. 8)

mfg

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Re: Spione auf Schiffen bzw. in Systemen

Beitrag von Dennis0078 » Mittwoch 23. Februar 2011, 17:46

Eventuell wäre die Idee mit dem lenkbaren Agenten auch als Mod möglich. So eine Art Erweiterung die man hinzu installieren kann.

Orco
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Re: Spione auf Schiffen bzw. in Systemen

Beitrag von Orco » Dienstag 17. Mai 2011, 15:09

Find die idee auch klasse.

Ich würde jedem erfolgreichen spionage akt eine changse verpassen, einen permanenten agenten im system zu erschaffen. Abhängig vom Ip pool könnte man nur eine begrentzte menge an agenten haben. Also von der produktion der gemeimdienstpunkte sonst würde man ja bei verbrauch der punkte alle agenten verlieren. Aber natürlich verringert sich die nutzbare menge der geheimdienst punkte.
Zb alle 500 produzierte punkte ermöglicht so einen agenten aber sobalt man einen agenten hat fliessen 500 punkte weniger aufs geheimdienst konto.


Zusätzlich fände ich es sehr interresant wenn man diesen agenten "opfern" könnte um eine sabotage auszuführen, die eine sehr hohe changse auf erfolg hat.

Folglich hat man dadurch wieder die changs neue agenten spawnen zu lassen. Aber man opfert die sicht von dem agenten auf dem schiff/ im system.


Das zufällige spawnen von agenten würde einem einen anreitz geben auch frühzeitig spionage akte durchzuführen ohne ewig den pool anwachsen zu lassen.


Interresant wäre natürlich dem agenten dann im system/schiff spezielle aufträge geben zu können. Wie auf ein anderes schiff wechseln sich auf dem system niederlassen. Bzw auf eine flotte gehen die am system vorbei kommt.
Nahrung vergiften, energie sabotieren oder geld veruntreuen dergleichen.


Apropo sabotage/terroristen.
Es könnte bei jedem wechsel vom minor bzw verlust von systemen. Eine changse geben terror/spionage zellen auf dem system erschaffen lassen. Die man mit seinen credits finanzieren kann.
So könnte ich mir vorstellen das man bei wirtschafts spionage oder militär eine meldung kriegt das zb planet xy vom major unterworfen wurde und man kontakt mit dem untergrund geknüpft hat. Und so seinen einfluss auf dem system verstärken kann.
So würde dann auf dem system eine dieser großen spione entstehen. Mit diversen auftragsmöglichkeiten. Gegen geld/spionage punkte.
So könnten diese untergrund zellen auch unabhängig vom geheimdienst konto funktionieren was interresant für die terraner wäre.

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